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  • Khob Chai Lao

    Unsere letzten Tage in Laos haben wir sehr gechillt verbracht. Einerseits gab es in der Touristenstadt Luang Prabang nur überteuerte Touren von Leuten, die in ihrer Freizeit Elefanten quälen, und andererseits konnten wir eine kurze Auszeit gut gebrauchen, bevor es in Thailand weitergeht. Dafür gibt es heute noch einen kurzen Einblick in etwas laotische Kultur.

    Zum Frühstück gibt es in Laos meist sog. Pho. Wir kannten die Suppe bereits aus Vietnam, doch wegen des guten Geschmacks und des günstigen Preises ist sie auch bei uns gerne gesehen. In die Nudelsuppe gehört etwas Gemüse, meist morning glory, wenn man möchte auch Schweine- oder Hühnchenfleisch und wenn man tapfer genug ist einige Chillis.

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    Nicht so ansprechend fanden wir den hiesigen Whisky. Er soll zwar magische Kräfte haben und besonders bei den Männern ungeahnte Energien heraufbeschwören, wir jedoch fanden die eingelegten Schlangen, Baby-Krokodile, Ziegenhufe oder auch Bärenpfoten doch etwas eklig.

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    Die Stadt Luang Prabang ist Unesco Weltkulturerbe und auch hier finden sich im Stadtbild wie so oft, moderne vergoldete Wats,

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    doch viel mehr haben wir uns diesmal über die französischen Einflüsse in der Kultur gefreut, die aus der Kolonialzeit hängengeblieben ist.
    In dem warscheinlich einzigen Schwimmbad in ganz Laos fanden wir einen Petonque-Platz samt Kugeln und Abends entdeckten wir auf dem Markt den ersten (echten) Schokoladenkuchen seit Monaten!

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    Laos, das Land der tausend Elefanten könnte ebensogut Laos, das Land der tausend Wasserfälle und tausend Höhlen heißen. Die Landschaft ist meist atemberaubend, die Wege durch die Landschaft allerdings ähneln ein wenig denen in Nordvietnam und lassen so manche Busfahrten doch recht zäh werden. Der im Vergleich unberührte Süden versprüht ohne Zweifel großen Charm, der Norden hingegen wird langsam von zweifelhaften Party-Backpackern übernommen. Wir jedenfalls freuen uns auf das uns versprochene gute und scharfe Essen in Thailand und auf ein wenig Outdoorspaß in einer unvermienten Gegend. Gute Besserung, Laos.


  • Von Bienen und Bomben

    Unser nächstes Ziel war Phonsavan im Nordosten von Laos.
    Bereits auf der Herfahrt fielen uns viele schwer bewaffnete Patroullien neben den Straßen auf.

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    Der genaue Grund für die Militärpräsenz ist nicht erkennbar, doch vermuten wir, dass es etwas mit der südlich von hier gelegenen Provinz Xaysomboun zu tun hat. In dieser von der Regierung als ex-special zone bezeichneten Region leben Hmong-Flüchtlinge, die nach dem Ende des Vietnamkrieges wegen ihrer Zusammenarbeit mit den Amerikanern vor der laotischen Regierung fliehen mussten. Knapp 40 Jahre lang lieferten sich diese ‚Rebellen‘ mit der kommunistischen Regierung erbitterte Kämpfe und versuch(t)en ihrem Genocide zu entkommen. Die Situation im Detail würde den Rahmen unseres Blogs sprengen und wir verweisen deswegen auf die gute Dokumentation ‚Amerikas geheimer Krieg in Laos‘

    Die Gegend hier ist friedlich, soweit wir als Touristen das beurteilen können, die bewaffneten Soldaten irritieren dennoch ein wenig.

    In den Häusern der Anwohner findet man Relikte eines vergangenen Krieges.

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    Von dem Amerikanern wurden 270 Millionen Tonnen Bomben über Laos abgeworfen, von denen 30 % beim Aufprall nicht explodiert sind. Dazu gehören u.a. Streubomben, die seit 1. August 2010 durch die sog. Streubomben-Konvention verboten sind, da sie durch die vielen Blindgänger enorm die Zivilbevölkerung gefährden, auch Jahre nach dem eigentlichen Konflikt. Entgegen der vielen Bemühungen vieler Organisationen (z.B. MAG), sind viele Teile des Landes, v.a. die Region in der wir uns gerade befinden, noch unbegehbar. Lokal wird dies durch diese Steine angezeigt.

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    Rot zeigt in Richtung der Bomben, weiß ist begehbares Land. Die geräumten Wege sind meist nur einige Meter breit.

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    Unterwegs sind wir auf einen weiteren Zeugen des Krieges gestoßen, einen alten russischen Panzer.

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    Den Panzer haben wir übrigen selbst erlegt.

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    Unser Interesse an Krieg, Genocide und Nachwirkungen für die Zivilbevölkerung war jedenfalls gesättigt und wir wollen lieber das Land von seiner kulturellen Seite kennenlernen.

    Etwas ungewöhnlich, wenn auch relativ häufig, sind in diesem Land die Ladyboys, die selbst einen gestandenen Mann schon mal etwas verwirren können.

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    Die kulturelle Attraktion aber, wegen der wir eigentlich den Weg hier her auf uns genommen haben, sind die Plains of Jars.

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    Mehrer hundert Steinkrüge, die zwischen einem halben Meter und 3 Meter groß sind stehen hier an mehreren Stätten.
    Das Alter der Gefäße wird auf 1500 – 2000 Jahre geschätzt.

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    Heute noch streiten sich Wissenschaftler und das Laotische Volk über den Nutzen der alten Steinkrüge [citation needed].
    Von der Herstellung von Reisschnaps, zur Lagerung von Salz, Wasser oder Reis bis hin zur Bestattung von Toten gibt es viele Theorien.
    Wir haben auch eine Theorie aufgestellt.

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    Direkt neben den Plain of Jars befindet sich eine kleine Höhle, die wie so oft von den Einheimischen mit einem Altar bestückt wurde.

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    Besonders fasziniert hat uns eine Insektenart am Höhleneingang, die uns wegen ihrer Größe an heimische Hornissen erinnerten.

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    Später trafen wir die Armen allerdings auf dem lokalen Markt wieder, auf dem die Larven wohl als Delikatesse gelten.

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    Laos jedenfalls schafft es immer wieder uns zu überraschen.


  • Chlaos!

    Tief im mittleren Norden befindet sich die Backpacker-Hochburg Vang Vieng. Ein Glück, dass wir nicht mehr Anfang 20 sind und uns mit den übrigen Touristen ab 10h00 morgens betrinken müssen, uns bleibt mehr Zeit für schöne Dinge, wie auf Berge zu klettern.

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    Mit dem Fahrrad ging es zur Blue Lagoon

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    und zu der daneben liegenden Höhle.

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    Der Altar lässt auf einen low-level dungeon schließen.

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    Neben der von Touristen überschwemmten Blue Lagoon, gibt es in der Umgebung noch andere Höhlen mit Lagoons, die auf Grund der um dort hin zu gelangenden körperlichen Anstrengung, meist weniger besucht werden. Außer von Franzosen.

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    Jedenfalls, Landschaft:

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    Gelegentlich fühlt man sich von der chlaotischen Landbevölkerung ein paar Jahrhunderte in der Zeit zurück versetzt.

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    Manch mal sind es auch nur 50 Jahre.

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    Manche würden es auch idyllisch nennen.

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  • Caving

    Auf in die nächste Runde!

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    Busfahren gestaltet sich in Laos schwieriger, als wir es uns vorgestellt hatten. Für knapp 250 km brauchten wir 12 Stunden, nicht weil der Bus kaputt ging, nein, die laotische Planung sieht viele Pausen vor, wobei es nie offensichtlich ist, worauf man denn eigentlich gerade wartet. Dieser Bus jedenfalls wartet auf eine neue Handbremse.

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    Außerdem sind die Busse oft bis auf den letzten Stehplatz gefüllt und es läuft asiatische Karaoke bei durchgängigem Cowbell-Rhythmus in ohrenbetäubender Lautstärke. Zu- und Aussteigen vom Bus läuft bei den Laoten quasi gleichzeitig ab, was darauf hinausläuft, dass man sich ununterbrochen an Menschen vorbeiquetschen muss. Die Laoten sehen das eher gelassen und naschen dabei noch fröhlich von ihrem gebratenen Tintenfisch am Spieß… Uns zieht dann doch lieber auf’s Land, wo es ein wenig ruhiger vor sich geht.

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    In der Gegend um Thak Khek gibt es unzählige Höhlen, die zum Erkunden einladen.

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    Auch Ban Nahin, unser nächster Stopp, hat viel zu bieten, wie diesen Doppelregenbogen auf dem Weg zu einem Wasserfall.

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    Die Gegend ist geprägt von unzähligen Kalksteinbergen, ähnlich wie in Nordvietnam oder in der Halong Bay.

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    Das Highlight in der Region ist ohne Zweifel die Kong Lor Höhle, die mit einem Floß befahren werden kann.

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    Auf dem 7 km langen Flusspfad durch die Höhle ist es stockdunkel und gelegentlich ist das Wasser zu flach für das Floß und man muss absteigen.

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    Unser Floß gehörte schon zu der älteren Generation und musste manuell belüftet werden.

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    Auf der anderen Seite der Höhle wird man mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

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    Nach der Tour konnten wir uns noch in dem glasklaren Wasser abkühlen, bevor wir zurück in unser Quartir fuhren.

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  • ນ້ໍາຕົກຕາດ

    Wir befinden uns gerade auf dem Bolavan Plateau immer noch in Südlaos.

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    Das Klima hier begünstigt den Anbau von Arabica Kaffee und Chilli.

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    Die bergige Landschaft ist geprägt von einigen Flüssen und Wasserfällen.
    Gleich am ersten Tag führte uns ein Junge aus dem Dorf zu einem 3 Kilometer entfernten Wasserfall irgendwo im Nirgendwo.

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    Wir hatten Schwein,

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    dass wir für den nächsten, weiter entfernten Wasserfall einen günstigen Roller leihen konnten.

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    Tief im Wald konnten wir dieses einzigartige Exemplar von Flugnasenkäfer antreffen.

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    Quasi ums Eck fanden wir einen weiteren Wasserfall.

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    Im Wald gibt es den einen oder anderen beruhigenden, stillen Ort.

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    Nach all der Anstrengung folgten wir den einheimischen Kühen und fanden eine klare Wasserstelle, an der man auch Fruchtshakes erstehen konnte.

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    Mit neuer Kraft konnten wir weiter flussaufwärts wandern.

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    Das wunderschöne Landschaftsbild kann nur noch durch badende Elefanten verschönert werden.

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    Sorry für den langen Eintrag, hier die Kuh, wie sie ein Hühnchen reitet:

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  • Vat Phou

    Auch in Laos waren die Khmer präsent. In der Nähe von Champasak liegt der Tempel Vat Phou aus dem 11. Jahrhundert verborgen. Die Gegend, mit den kleinen Bergen im Hintergrund und den Barays (Wassersammelbecken), ist einfach nur wunderschön.

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    Der Tempel liegt am Fuß des Berges Phu Kao.

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    Die Aussicht von oben auf die Nord- und Südhalle ist grandios.

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    Das Heiligtum auf dem Berg zeigt deutlich Spuren seines beeindruckenden Alters.

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    Über den Türen finden sich gut erhaltene Frescen von Inra der Arivata reitet

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    und Vishnu der Garuda reitet. Was auch immer das heißen mag.

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    Die Gebäude werden momentan restauriert, was einem großen Legospiel gleicht.

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    Der Krokodilstein hat viel Aufmerksamkeit erregt. Seine Größe und Form gleichen einem Menschen und er wurde aller Warscheinlichkeit nach jährlich im 6. Jahrhundert für Menschenopfer genutzt.

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    Wir lassen uns davon jedoch nicht beeindrucken.

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    Ansonsten ist Champasak geprägt von einer ländlichen Lebensweise.

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    Wir jedenfalls machen uns nach einem Sonnenaufgang über dem Mekong um 6h00 auf Richtung Norden.

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    Als Transportmittel diesmal dienen uns die lokalen „Busse“, die uns ein wenig an umgebaute Lastwägen erinnern.
    Im Sprachgebrauch heißen sie sŏrngtăaou, was soviel heißt wie ‚zwei Reihen‘ (Bänke), manchmal auch drei.

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  • 4000 Islands

    An der Grenze zwischen Laos und Cambodia verbreitert sich der Mekong ungemein. Es gibt unzählige Inseln und die Gegend wird auch „4000 Islands“ genannt.
    Eine dieser viertausend Inseln haben wir uns als ersten Stop in Laos ausgesucht. Wir bewohnen einen gemütlichen Bungalow, direkt am Mekong auf der „Sunset Side“ der Insel.

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    Die Insel Don Det und ihre Nachbarinsel Don Kongh kann man an einem Tag gut mit dem Fahrrad umrunden.

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    Während unserer ersten Erkundungstour in Laos sind uns einige Seltsamkeiten über den Weg gelaufen.

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    Wir mussten mehrere kleine oder größere Brücken überwinden,

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    und unsere Fahrräder waren nicht immer geeignet um den natürlichen Pfad zu bezwingen.
    (Wer findet Kristin auf diesem Bild?)

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    Am Ende haben wir es dann doch geschafft die zwei beeindruckenden „watterfalls“ im Mekong zu besichtigen.

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    Am Abend konnten wir von unserem Balkon aus mal wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten.

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    Die Laoten sind bisher sehr entspannt. Überall sind Hängematten angebracht und sie sind die großartigen Erfinder des Tubings.

    Mit einem kleinen Boot ging es am nächsten Tag auf dem Mekong Richtung Norden.

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    Mitten im Nirgendwo gingen wir dann vor Anker.

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    Dort konnten wir uns dann im Mekong etwas abkühlen.
    Für Musik und kaltes Bier war übrigens stets gesorgt.

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    Nach einer kurzen Wandereinlage liesen wir dann unsere Tubes zu Wasser und konnten uns bis zu unserer Heimatinsel treiben lassen.

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